Er sagt, es sei Liebe. Sie sagt, es sei nur Fre­und­schaft. Er will sie nicht mehr sehen, sie ihn auch nicht!

Let­zten Endes ste­ht er vor ihrer Tür, klin­gelt Sturm und ruft lau­thals, ran­daliert, ver­sucht die Tür aufzu­drück­en. Sie gerät in Panik und ruft die Polizei.

Das Ende ein­er wie auch immer zu nen­nen­den Beziehung und der Anfang juris­tis­ch­er Streitigkeiten!

Ich habe die Frau im sog. Gewaltschutzver­fahren vertreten. Die einst­weilige Anord­nung gegen den Mann mit dem Näherungs- und Kon­tak­tver­bot war schnell erre­icht. Heute fand vor dem Amts­gericht Mün­ster die mündliche Ver­hand­lung, die er beantragt hat­te, statt. Wir haben recht bekommen.

Warum meist Män­ner, aber auch gele­gentlich Frauen, soweit gehen, dass es für den anderen bedrän­gend und beängsti­gend wird, zu Panik und Schlaf­störun­gen kom­men kann, warum sie so weit gehen, dass gewalt­tätige Über­griffe passieren, kann ich hier sich­er nicht aufk­lären. Da scheint die Selb­stliebe doch größer zu sein.

Aufk­lären kann ich aber sehr wohl darüber, dass kein Fam­i­lien­gericht auch nur ansatzweise bere­it ist, eine kaputte Beziehung aufzuar­beit­en. Fast immer sind alle Gründe, die sub­jek­tiv zum Stalk­ing geführt haben, belan­g­los, wenn es zu psy­chis­ch­er oder physis­ch­er Gewalt gekom­men ist.